
WOCHE DER JUSTIZ: „Einblicke in die Welt des Rechts“
12. bis 17. Juli 2010
Die Justiz des Landes wird sich vom 12. bis 17. Juli dieses Jahres in vielfältiger Weise der Öffentlichkeit präsentieren, um die zahlreichen Facetten ihres komplexen Aufgaben- und Arbeitsspektrums den Bürgerinnen und Bürgern Baden-Württembergs nahezubringen.
Das explizite Anliegen des Justizministers, der Öffentlichkeit „Einblicke in die Welt des Rechts“ – so das Motto der Veranstaltungswoche – zu verleihen, bezieht sich nicht allein auf die Gerichte, Staatsanwaltschaften und Justizvollzugsanstalten, sondern auch auf Berufsfelder und Institutionen, die, wie NEUSTART, eine unterstützende Funktion im justiziellen Kontext wahrnehmen.
Unsere NEUSTART Einrichtungen haben für die Woche der Justiz eine weitreichende Veranstaltungsagenda entwickelt, um sich – ihre Dienstleistungen und Zielsetzungen – der Öffentlichkeit vorzustellen: in enger Kooperation mit den Land- und Amtsgerichten ihrer Region, die großes Interesse daran besitzen, NEUSTART in ihre Veranstaltungen zu involvieren. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie auf der Website des Justizministeriums Baden-Württemberg.
Auch die NEUSTART Geschäftsführung wird sich an der Woche der Justiz beteiligen, im Rahmen zweier Veranstaltungen, die für uns besondere Priorität besitzen. Am Freitag, 16.07.2010, dem „Tag der offenen Tür“ im Justizministerium, sind wir eingeladen, die gesellschaftsrelevante Funktion der Bewährungshilfe, der Gerichtshilfe und des Täter-Opfer-Ausgleichs den Gästen des Hauses nahezubringen. Am Mittwoch, 14.07.2010, lädt die Geschäftsführung ein zu einem Theaterabend, der u.a. auch die Situation der von NEUSTART betreuten Klientel thematisiert. Auf Grundlage einer Bearbeitung von Dostojewskis „Verbrechen und Strafe“ – eine Koproduktion des freien Stuttgarter Theaterlabels TART mit dem Stuttgarter Theater Rampe – findet, unter Mitwirkung von NEUSTART Bewährungshelferinnen, eine Inszenierung statt, zu der neben Kooperationspartnern auch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter der NEUSTART gemeinnützige GmbH eingeladen werden.
„Verbrechen und Strafe“ von Fjodor Dostojewski zählt zu jenen Werken der Weltliteratur, die sich Themen und Fragestellungen von zeitloser Bedeutung annehmen, insofern sie individuelle Schicksale in eine gesellschaftliche Dimension transponieren, die – ungeachtet von Staatsform und Epoche – für uns alle bedeutsam ist.
Raskolnikow, der tragische Held und Protagonist des Dramas, personifiziert gleichsam die moralische Ambivalenz und Zerrissenheit straffälliger Menschen: Aufgrund problematischer Lebensverhältnisse begeht der junge, talentierte Jurastudent einen Mord, der sein ganzes künftiges Leben ruiniert, ohne Skrupel und in dem festen Glauben, seine Vorgehensweise sei legitim und gerecht, bis er, geläutert von seiner Hybris, seine Schuld erkennt und zu sühnen beginnt.
Die Konfrontation von gespielter mit konkreter Kriminalität bildet unseres Erachtens eine gelungene Basis, den Dialog zwischen NEUSTART und seinen Partnern zu intensivieren: Ein Sachverhalt, der für uns – zumal die Aufführung in die „Woche der Justiz“ fällt – ausgesprochen wichtig ist, da wir diese Phase nützen wollen, für die brisante Situation von Straffälligen zu sensibilisieren.
Wir hoffen sehr, dass die „Woche der Justiz“, dazu beiträgt, der Bewährungshilfe mehr Popularität zu verleihen, –generationenübergreifend und in allen Gesellschaftsschichten.
Dr. Michael Haas
Leiter des Zentralbereichs Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
NEUSTART gemeinnützige GmbH






