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Helfen Sie mit?

Bürgerengagement für mehr Sicherheit. Werden Sie ehrenamtlicher Bewährungshelfer!
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PRESSE

Medienanfragen richten Sie bitte an unseren Pressesprecher

Dr. Michael Haas

TEL 0711 | 627 69-411
michael.haas@neustart.org


Pressematerialien

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Bewährungshilfe

  • dient der Resozialisierung straffälliger Menschen (Täter)
  • wird vom Gericht statt des Vollzugs oder zur Verkürzung einer Freiheitsstrafe (Gefängnis) angeordnet
  • ist eine Maßnahme zur gesellschaftlichen Wiedereingliederung straffällig gewordener Menschen
  • wird auch bei Führungsaufsicht angewandt
  • hilft, Kriminalität zu vermeiden und die Sicherheit in unserer Gesellschaft zu erhöhen

Ebene 1

Informationen für Verurteilte

Titel für Navigation: für Verurteilte

Mit dem Gerichtsbeschluss wurden Sie einem Bewährungshelfer unterstellt. Bewährungshelfer unterstützen Sie bei der Erfüllung der gerichtlich auferlegten Auflagen und Weisungen, kontrollieren aber auch deren Einhaltung. Ziel ist es, Sie zu unterstützen, ein straffreies und geordnetes Leben zu führen.

Bewährungshelfer

  • unterstützen und kontrollieren Sie bei der Erfüllung gerichtlicher Auflagen und Weisungen
  • unterstützen Sie bei der Bewältigung sozialer und wirtschaftlicher Probleme
  • unterstützen Sie bei der Auseinandersetzung mit den Hintergründen Ihrer Straftat und den damit verbundenen Folgen für das Opfer
  • sind grundsätzlich zur Verschwiegenheit gegenüber Dritten verpflichtet. Davon unberührt bleibt die Verpflichtung des Bewährungshelfers, dem Gericht auf Anfrage zu berichten und in einem Strafverfahren als Zeuge auszusagen

Ebene 2

Das NEUSTART Konzept der Bewährungshilfe

Titel für Navigation: Folgeinformationen

Die Fallzahl für Betreuungen in der Bewährungshilfe lag Anfang 2007 in Baden-Württemberg – ähnlich wie in anderen deutschen Bundesländern – knapp unter 100 Klienten pro hauptamtlichem Bewährungshelfer. Von einer adäquaten Betreuung in gewünschter Intensität konnte zu diesem Zeitpunkt nicht gesprochen werden.

Seit der Übertragung in die freie Trägerschaft ist bereits eine signifikante Fallzahlsenkung festzustellen. So betreut ein hauptamtlicher Bewährungshelfer aktuell im Durchschnitt

circa 68 Klienten (Stand: 31.12.2014).


Kriterien für Fallvergabe

Schon im ersten Gespräch mit jedem neuen Klienten gilt es zu prüfen, wie sich seine psychosoziale und wirtschaftliche Situation darstellt und in welchen Bereichen Probleme bestehen. Auf Grundlage dieser Ersterhebung wird Art, Umfang und Intensität der Betreuung festgelegt:


  • die Form der Betreuung: haupt- oder ehrenamtlich
  • die Intensität der Betreuung: d.h. die Häufigkeit und Art des Kontakts von Klient und Bewährungshelfer
  • die Auswahl des Bewährungshelfers: aufgrund von Qualifikation, Arbeitsschwerpunkte und Erfahrung

Erst mit Abschluss der Ersterhebung erfolgt die endgültige Fallvergabe.

Interventionsmöglichkeiten

Das Spektrum an Interventionsmöglichkeiten ist weit gespannt und kann von einer Intensivbetreuung (Probleme in elementaren Lebensbereichen, durchschnittlich 2,5 Betreuungskontakte pro Monat) bis hin zum rein formellen Kontakt reichen (keine elementaren Probleme, Betreuungskontakte nur auf Anforderung des Klienten oder des Gerichts).

Die Situation des Klienten wird während der Betreuung turnusweise bewertet, indem die zu Beginn festgestellten Problembereiche überprüft und die Betreuung auf die sich verändernde Situation angepasst werden. Zudem wird regelmäßig geprüft, ob aus Sicht der Sozialarbeit die weitere Betreuung des Klienten notwendig erscheint. Spätestens nach Ablauf von mehr als der Hälfte der Unterstellungszeit erfolgt nach Analyse des Zusammenhangs zwischen Deliktverhalten und sozialer/persönlicher Problemsituation, eine Überprüfung, ob sich die Beendigung der Betreuung empfiehlt. Sollten die Betreuungsziele erreicht bzw. die Auflagen und Weisungen erfüllt sein und besteht kein weiterer Hifebedarf, wird die Empfehlung an den zuständigen Richter ausgesprochen, die Unterstellung aufzuheben.

Kontinuität und Vernetzung sind wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Sozialarbeit in der Betreuung Straffälliger. Daher kooperieren Bewährungshelfer der
NEUSTART gGmbH eng mit anderen sozialen Einrichtungen, Verbänden, Vereinen und, nicht zuletzt, mit Sozialarbeitern der Justizvollzugsanstalten.


Widerrufsquote: zentraler Indikator für den Erfolg der Bewährungshilfe

Ein zentraler Indikator für den Erfolg der Bewährungshilfe ist die Prozentzahl an Bewährungshilfeunterstellungen, welche jährlich – bemessen an der Gesamtzahl beendeter Bewährungshilfeunterstellungen – durch Widerruf beendet werden. Widerrufe werden von Richtern wegen neuer Straftaten oder bei erheblichen Verstößen gegen Auflagen und Weisungen ausgesprochen. In der Regel führt der Widerruf zur Inhaftierung des rückfälligen Straftäters, die mit hohen Kosten für die Gesellschaft verbunden ist.

Stuttgarter Nachrichten, 30.03.2014
"Kleptomanie - Klauen aus Zwang"

„Mit Ausnahme von dem Stehlen leben die Frauen völlig in Übereinstimmung mit den gesellschaftlichen Normen und Werten."
Nina Heller, Bewährungshelferin bei NEUSTART

Stuttgarter Nachrichten,
23.04.2014

"Im Sog der Bande"


„Man macht nichts im Leben ohne guten Grund und dies selbst zu erkennen, ist einer der wichtigsten Aspekte für einen Klienten.“
Thomas Eisenhofer, Bewährungshelfer bei NEUSTART

Widerrufsquote in den Jahren 2004-2014 von 21,5 % auf 18,4 % gesenkt

In Baden-Württemberg hat sich die Anzahl von Widerrufen in den Jahren 2004 bis 2014 um 380 auf 1.742 (Stand: 31.12.2014) reduziert. Die Widerrufsquote verringerte sich damit von 21,5 Prozent (Stand: 31.12.2004) auf 18,4 Prozent (Stand: 31.12.2014). Baden-Württemberg liegt im Bundesvergleich seit Jahren deutlich unter den Durchschnittswerten.


Die Betreuung von Haftentlassenen

Zahlreiche Faktoren führten in der Vergangenheit dazu, dass Haftentlassene oft geraume Zeit warten mussten, ehe die meist dringend benötigte Betreuung durch die Bewährungshilfe einsetzen konnte. Vielfach erhielten die Bewährungshelfer nur unzureichende oder verspätete Informationen zur sozialen Situation, den persönlichen Lebensumständen und fallspezifischen Eigenheiten des Klienten. Dieser Sachverhalt ist von besonderer Brisanz, da in den ersten Wochen nach der Haftentlassung das Rückfallrisiko in die Straffälligkeit am größten ist.

Um diese Situation zu verbessern, organisiert NEUSTART, an bisher vier Standorten in Baden-Württemberg, regelmäßig Informationsveranstaltungen im Strafvollzug, um Haftinsassen mit dem Angebot der Bewährungshilfe vertraut zu machen. Parallel dazu hat NEUSTART gemeinsam mit Sozialarbeitern des Justizvollzugs in den letzten Jahren ein Konzept zur Verbesserung der Betreuung von Haftentlassenen entwickelt, das drei wesentliche Handlungsziele fixiert, um rasche Betreuungsaufnahme zu ermöglichen:


  1. spätestens eine Woche nach der Haftentlassung sollte das erste Gespräch von Klient und Bewährungshelfer stattfinden
  2. dem Bewährungshelfer sollten bereits vor diesem Zeitpunkt alle betreuungsrelevanten Informationen, auch aus der Zeit des Vollzugs, vorliegen
  3. im Bedarfsfall werden schon vor der Haftentlassung persönliche Gespräche zwischen Bewährungshelfern und zukünftigen Klienten oder – alternativ – Nachsorgekonferenzen durchgeführt
     

Allein im Jahr 2013 wurde in 1.380 Fällen nach diesem Standard vorgegangen.



"Die Tat von der Person trennen"
Interview aus NEUSTART report 2011 | 2012

02.2015, Evangelisches Gemeindeblatt

"In der Haft den Blick aufs Leben richten"

"Wir hoffen, dass Täter durch unsere Sozialarbeit wieder in die Gesellschaft integriert werden" Andreas Glosser, Einrichtungsleiter bei NEUSTART

Ebene 3

Titel für Navigation:

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