Pressemitteilungen

Welche Themen und Fragestellungen bei NEUSTART aktuell und in den vorangehenden Jahren besondere Bedeutung besitzen/ besaßen, können Sie u. a. unseren Pressemitteilungen entnehmen.


04.05.2016: Koalitionsvertrag von Grün-Schwarz betont hohe Qualität des NEUSTART Bewährungshilfemodells: Grundsätzliche Strukturen, Betreuungsstandards und Ehrenamt bleiben erhalten

Der am 02.05.2016 veröffentlichte Koalitionsvertragsentwurf von Grün-Schwarz betont explizit, dass wesentliche Elemente der von NEUSTART erfolgreich reformierten Bewährungshilfe Baden-Württembergs auch in staatlicher Regie beibehalten werden. |mehr|


31.03.2016: "Signifikanter Rückgang junger Straftäter in der Bewährungshilfe:
32 Prozent weniger als noch 2009"


Immer weniger Jugendliche und Heranwachsende werden in Baden-Württemberg der Bewährungshilfe unterstellt. Wurden 2009 noch 2.857 nach Jugendstrafrecht verurteilte Personen der Bewährungshilfe des Landes unterstellt, waren es 2015 nur noch 1.932 junge Straftäter, die eine Bewährungsstrafe erhielten: ein Rückgang um circa 32 Prozent. |mehr|


21.12.2015: "Auftragszahlen im Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) bundesweit rückläufig, auch in Baden-Württemberg − TOA droht marginalisiert zu werden"

Nachdem in den letzten Jahren der Täter-Opfer-Ausgleich in Baden-Württemberg sukzessive ausgebaut und als feste Größe in der justiznahen Sozialarbeit landesweit etabliert werden konnte, verzeichnet die NEUSTART gGmbH für 2014 einen Rückgang der Auftragszahlen um über 15 Prozent (2014: 1.800 Aufträge; 2015: circa 1.500 Aufträge). |mehr|


19.11.2015: "Knastdilemma − Resozialisierung neu denken".
Fachveranstaltung am 24.11.2015 im Max-Planck-Institut Freiburg


Der Strafvollzug hat nach wie vor − ungeachtet diverser Reformen − selten rückfallpräventive Wirkung. Im Gegenteil verfestigen sich häufig kriminelle Verhaltensweisen bei Gefängnisinsassen, wie u. a. die bundesweit hohe Rückfallquote von 69 Prozent bei jungen Straftätern belegt, die in Haft waren. |mehr|


18.11.2015: "Arbeit besitzt enorme Integrationskraft − Qualifizierungsmaßnahmen für Straffällige unerlässlich"

33 Prozent der Klienten, die in diesem Jahr der Bewährungshilfe Baden-Württembergs unterstellt wurden, beziehen ALG I und ALG II. 35,3 Prozent erhalten andere soziale Transferleistungen und nur 31,7 Prozent arbeiten Teil- oder Vollzeit und verfügen damit über ein festes Einkommen. |mehr|


21.09.2015: Zehn Jahre ehrenamtliche Bewährungshilfe in Stuttgart: Jubiläumsveranstaltung am 24.09.2015 im Stuttgarter Hospitalhof

Die ersten von heute über 650 ehrenamtlichen Bewährungshelfern Baden-Württembergs wurden bereits 2005, noch in der Pilotphase vor der landesweiten Übertragung von Bewährungs- und Gerichtshilfe auf NEUSTART, im Neuen Schloss der Landeshauptstadt verpflichtet. Genau zehn Jahre später engagieren sich allein im Großraum Stuttgart 88 Bürgerinnen und Bürger − angeleitet und unterstützt von elf Teamleitern − auf ehrenamtlicher Basis in der Resozialisierung Straffälliger. |mehr|
 

17.09.2015: 97 Prozent der ehrenamtlichen Bewährungshelfer Baden-Württembergs wünschen Fortsetzung des
NEUSTART-Konzepts

Wie eine repräsentative Umfrage der NEUSTART gemeinnützige GmbH ergab, wünschen 96,8 Prozent der ehrenamtlichen Bewährungshelfer Baden-Württembergs, dass die Landesregierung das NEUSTART-Konzept nach 2016 "eins zu eins" adaptiert; 2,3 Prozent sind indifferent und nur 0,9 Prozent der Befragten sprechen sich für eine Alternativlösung aus: "Das bestehende System scheint mir optimal und jede Änderung wäre eher kontraproduktiv", erklärt einer von 219 Ehrenamtlichen, die an der anonymisierten Umfrage teilnahmen. |mehr|


02.09.2015: Kontinuierlich weniger Zugänge in der Bewährungshilfe: Klientenanzahl um 6,4 Prozent reduziert

In Relation zu 2013 hat sich die Anzahl der Bewährungshilfeklienten in Baden-Württemberg um 6,4 Prozent, d. h. um 1.278 Personen reduziert; insbesondere bei den nach Jugendstrafrecht verurteilten Klienten ist der Rückgang mit 14,7 Prozent (601 Personen) erheblich. |mehr|


27.08.2015: "25 Prozent mehr Personal in der Bewährungshilfe – trotz Kostenreduktion"

Acht Jahre nach Übertragung der Bewährungs- und Gerichtshilfe Baden-Württembergs an die NEUSTART gGmbH engagieren sich circa 25 Prozent mehr Mitarbeiter in der Resozialisierung Straffälliger als noch vor 2007 - und das, ohne dem Land dadurch höhere Kosten zu verursachen. |mehr|


31.07.2015: Gutes Tarifergebnis für die Beschäftigten der NEUSTART gGmbH Gemeinsame Pressemitteilung von NEUSTART und ver.di

ver.di Baden-Württemberg und die gemeinnützige NEUSTART GmbH haben am Donnerstag ein Tarifergebnis für die dort beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erzielt. In zwei Schritten werden die Entgelte erhöht: zum 1. Januar 2015 steigen sie um 2,3 Prozent, zum 1. Oktober 2015 um weitere 2,1 Prozent. Die Laufzeit geht bis zum 31. Dezember 2016. Neben der allgemeinen Entgelterhöhung werden darüber hinaus die seit 2010 bestehenden Zulagen dynamisiert, die um 12,1 Prozent steigen. |mehr|


21.07.2015: „Hohe Qualität der Bewährungshilfe in Baden-Württemberg muss
erhalten bleiben“

„Die Entscheidung der Landesregierung, die Bewährungs- und Gerichtshilfe Baden-Württembergs nicht länger in freier Trägerschaft bei der NEUSTART gGmbH zu belassen, sondern ab 2017 einer Landes GmbH den Vorzug zu geben, bedauern wir“, so Christoph Koss und Alfred Kohlberger, die Geschäftsführer des gemeinnützigen Muttervereins NEUSTART aus Österreich. |mehr|


24.06.2015: "NEUSTART sucht sozial engagierte Bürger: Landesweite Werbeaktion für die ehrenamtliche Bewährungshilfe von Juli bis September 2015"

Unter dem Motto „Dem Leben Farbe geben. Besser als Schwarzmalerei“ startet NEUSTART im Sommer 2015, zum wiederholten Male, eine landesweite Akquiseinitiative. Von Juli bis Mitte September wird in zahlreichen Bahnhöfen und im öffentlichen Nahverkehr Baden-Württembergs landesweit für die ehrenamtliche Bewährungshilfe geworben. Bereits im Jahr 2013 hat NEUSTART mit einer ähnlichen Werbeaktion zahlreiche Ehrenamtliche akquiriert. Über 100 neue Ehrenamtliche konnten seitdem verpflichtet werden. |mehr|

 
15.06.2015: "Straffällig, arbeitslos – überschuldet: Professionelle Schuldnerberatung reduziert Rückfallkriminalität"

Viele der 20.000 Bewährungshilfeklienten in Baden-Württemberg leben in prekären Verhältnissen, sind überschuldet und arbeitslos − auch in Freiburg, wo circa 2.000 Straffällige der Bewährungshilfe unterstellt sind. Straffälligen legale Lösungswege aus ihrer Finanzmisere aufzuzeigen, trägt entscheidend dazu bei, Rückfallkriminalität zu reduzieren. |mehr|


11.06.2015: "Übergangsmanagement unter NEUSTART systematisch ausgebaut: 1.373 Haftentlassene Baden-Württembergs profitieren von Entlassvorbereitung"

Straffällige, die im Zuge der Strafrestaussetzung oder Führungsaufsicht der Bewährungshilfe unterstellt werden, profitieren maßgeblich von der seit 2010 in Baden-Württemberg institutionalisierten Entlassvorbereitung. Allein 2014 wurden 1.373 der insgesamt 2.303 Haftentlassenen Baden-Württembergs gezielt auf ein Leben in Freiheit vorbereitet, d.h. über 60 Prozent profitierten im vergangenen Jahr von einer professionell organisierten Entlassvorbereitung. |mehr|


27.05.2015:
"Täter-Opfer-Ausgleich  − immer mehr Einigungen werden erzielt"

Die Anzahl erzielter Einigungen im Täter-Opfer-Ausgleich ist in den letzten Jahren landesweit kontinuierlich gestiegen. Bilanzierte die NEUSTART gGmbH 2011 noch 642 positiv beendete Verfahren im Täter-Opfer-Ausgleich konnten 2014 bereits 804 Einigungen zwischen beiden Parteien erzielt werden. |mehr|


 15.04.2015:
NEUSTART Ehrenamt sensibilisiert Bürger für die gesellschaftliche Bedeutung der Bewährungshilfe:
660 Ehrenamtliche betreuen 1.300 Straffällige“


Das von NEUSTART seit 2007 in Baden-Württemberg etablierte Ehrenamt in der Bewährungshilfe zählt zu den wesentlichen Neuerungen der freien Trägerschaft. Die ehrenamtliche Bewährungshilfe hat binnen der letzten acht Jahre maßgeblich dazu beigetragen, Politik und Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren, dass die Resozialisierung Straffälliger dort stattfinden muss, wo Kriminalität ihren Ursprung nimmt: inmitten, nicht am Rande der Gesellschaft. |mehr|



06.03.2015: "Erfolg der NEUSTART gGmbH politisch ad absurdum geführt"

Die heute bekannt gewordene Entscheidung, die Bewährungs- und Gerichtshilfe Baden-Württembergs – ungeachtet der positiven Evaluierungsbilanz – nach 2016 wieder in staatlicher Regie zu organisieren, „ist für uns weder nachvollziehbar noch sinnvoll“, erklärt Volkmar Körner, Geschäftsführer für wirtschaftliche Angelegenheiten. „Die vorgeblich alternativlose Rechtslage belässt, wie die Urteilsbegründung des Bundesverwaltungsgerichts belegt, durchaus Spielräume, eine rechtlich einwandfreie Lösung zu finden, zumal das Bundesverwaltungsgericht die Zulässigkeit der freien Trägerschaft nicht in Frage gestellt hat“, so Körner weiter. Juristische Gründe werden angeführt, obwohl sich die Rechtssicherheit durch moderate Korrekturen wieder herstellen ließe. Unklar bleibt auch, wie es zu dieser Entscheidung kommen konnte. Sowohl die Landeshaushaltsordnung als auch das Gesetz zur Förderung des Mittelstands legen eine andere Vorgehensweise nahe. „Selbst die viel zitierte 10-Jahres-Klausel als Argument für eine potentielle Unsicherheit der Mitarbeiter müsste so nicht sein, da eine unbefristete Vergabe mit Kündigungsklausel prinzipiell möglich und auch europarechtskonform wäre“, betont Körner. |mehr|


23.02.2015: "NEUSTART Erfolgsmodell – politisch nicht gewollt?"

Die Reform der Bewährungs- und Gerichtshilfe in Baden-Württemberg ist geglückt, wie u.a. der umfangreiche Evaluierungsbericht des Justizministeriums belegt: „Die Gesamtleistung, die Bewährungs- und Gerichtshilfe sowie der Täter-Opfer-Ausgleich erbringen, ist seit der Reform deutlich gestiegen“ (s. Grafik 1). Ungeachtet aller Erfolge der NEUSTART gGmbH (bundesweit geringste Widerrufsquote von 18,5 Prozent, 650 Ehrenamtliche, erheblicher Ausbau von Täter-Opfer-Ausgleich und Gerichtshilfe) äußern SPD und Bündnis 90/Die Grünen bei der Landtagsdebatte am 04.02.2015 große Skepsis, was die Fortsetzung der freien Trägerschaft betrifft. |mehr|

Grafik 1: NEUSTART in Zahlen
Grafik 2: Vergleich der Tarifverträge



Pressesprecher:
Dr. Michael Haas
TEL 0711 | 627 69-411
michael.haas@neustart.org
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