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Blog und Diskussion

Sozialarbeit wirkt

Andreas Zembaty - 29.5.2009 15:05

Dank der Forschungsergebnisse des Instituts für Rechts- und Kriminalsoziologie (Hofinger, Neumann, 2008) wurde wieder einmal die Wirksamkeit von sozialarbeiterischer Intervention gegenüber bloßer gerichtlicher Verurteilung dokumentiert. Selbst bei vom Richter als rückfallgefährdet eingestuften Verurteilten gelingt es NEUSTART Bewährungshelfern in 60 Prozent der Fälle, den Rückfall zu vermeiden. Aber auch bei Klienten des Tatausgleichs gibt es eindeutige Vorteile gegenüber der bloßen Verurteilung. So zeigte sich eine Erfolgsrate bei der Konfliktregelung (leichte Körperverletzung) von 85 Prozent gegenüber 59 Prozent bei einer bloßen Verurteilung. Bei Gewalt in Partnerschaften – die zweithäufigste Konstellation im Tatausgleich – liegt die Legalbewährung sogar bei 89 Prozent. Arbeit für das Gemeinwohl ist nicht nur eine sinnvolle Maßnahme, die Verantwortung für eine Tat zu übernehmen, sie ist auch effektiver als die Gerichtsverhandlung. 77 Prozent der Klienten wurden nicht mehr rückfällig, bei Vermögensdelikten zum Beispiel liegt die Erfolgsrate bei den jugendlichen NEUSTART Klienten bei 66 Prozent, bei gerichtlicher Verurteilung bei 42 Prozent.

Ist die Wiederverurteilungsrate zwar eine für die Bevölkerung besonders wichtige Kennzahl, so versteckt sich dahinter nicht das Ergebnis einer bloßen Abschreckung, sondern die oft enorm zeitaufwändige Hilfe für Menschen in schwierigen Lebensverhältnissen. Bildungsdefizite, Arbeitsplatzmangel, Obdachlosigkeit, Suchtkrankheit und sehr oft Einsamkeit beschreiben die Lebenssituation der von den NEUSTART Sozialarbeitern betreuten Menschen. Künftig gilt es genau diese Betreuung als Voraussetzung für erfolgreiche Rückfallsvermeidung beizubehalten. Lineare Einsparungen führen hier über kurz oder lang zu Qualitätseinbußen – einer Qualität, die uns alle angeht.

Andreas Zembaty ist Pressesprecher von NEUSTART

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