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Blog und Diskussion

Kriminalität 4.0

Mag. (FH) Mag. Lukas Schmid - 18.7.2018 07:59

2017 wurde in der polizeilichen Kriminalstatistik die niedrigste Anzeigenzahl der letzten zehn Jahre verzeichnet. Das Bundesministerium für Inneres clustert fünf zentrale Kriminalitätsfelder, die „Big Five": Wohnraumeinbrüche, KFZ-Diebstahl, bestimmte Gewaltdelikte sowie Internet- und Wirtschaftskriminalität.

 

Ein Bereich der „Big Five" steht dem Trend der sinkenden Anzeigenzahlen diametral entgegen: die Internetkriminalität, synonym als Cybercrime bezeichnet. Unter Cybercrime im engeren Sinn versteht das BMI Straftaten, die an IT-Systemen oder Daten begangen werden. Cybercrime im weiteren Sinn meint herkömmliche Delikte, die mit Hilfe des Internets begangen werden. 2017 wurden 16.804 Anzeigen wegen Cybercrimes erstattet, das entspricht einem Plus von 28,3 Prozent.

 

Aufgrund der exponentiellen Entwicklung der Digitalisierung ist dieser Anstieg nicht überraschend. Wachsende Online-Marktplätze schaffen neue Tatgelegenheiten, etwa zu weltweitem Betrug. Bisher analog begangene Delikte verlagern sich in die digitale Welt. Die Abhängigkeit von Unternehmen und Privatpersonen von ihren Daten macht sie mittels Cyberattacken erpressbar. Im Darknet blüht der Handel mit Suchtgiften, Waffen und pornografischem Material. Nicht zuletzt in der zwischenmenschlichen Kommunikation werden die strafrechtlichen Grenzen mittlerweile am häufigsten online überschritten. Tatgelegenheiten bieten sich via Smartphone rund um die Uhr. Bedien- und Medienkompetenz lassen sowohl bei Digital Natives als auch bei der älteren Generation oft zu wünschen übrig. Anonymität, mangelndes unmittelbares Feedback, fehlende Moderation und ein spielerisches Element der Kommunikation im Internet lassen die Anzahl von Delikten wie etwa Verhetzung steigen.

 

Auch NEUSTART ist in seinen Dienstleistungen verstärkt mit Menschen konfrontiert, die ihre Delikte online begangen haben. Die neuen Formen der Tatbegehung lassen eines unverändert: Unsere Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter haben es mit Menschen zu tun, die aus unterschiedlichsten Motiven gegen die Regeln des menschlichen Zusammenlebens verstoßen haben. Die Ursachen zu erforschen, sich in einer wertschätzend-konfrontativen Haltung mit unseren Klientinnen und Klienten mit deren Verhalten auseinanderzusetzen und mit ihnen rechtskonforme alternative Lebensentwürfe zu erarbeiten, wird auch weiterhin im Zentrum unserer Betreuung stehen. Mit spezialisierten Angeboten wie dem Projekt „Dialog statt Hass" reagieren wir auf die eigene Dynamik hinter Hass im Internet.

 

Auch mit zeitgemäßen Wegen der Kommunikation mit unserer zusehends schon ins digitale Zeitalter hineingeborenen Klientel beschäftigt sich NEUSTART. So beobachten wir mit Interesse die Erfahrungen der holländischen Bewährungshilfe mit einer für die datensichere Kommunikation zwischen Bewährungshilfe und Klientel entwickelten App.

 

Mag. (FH) Mag. Lukas Schmid ist Leiter von NEUSTART Oberösterreich

 

Webtipp:
Broschüre Polizeiliche Kriminalstatistik 2017

 

 

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