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Tipps für heikle Situationen

Wenn eine Angehörige oder ein Angehöriger beschuldigt oder verurteilt wird, etwas Verbotenes gemacht zu haben, finden Sie hier viele Informationen und Antworten. Auch wenn Sie gerade aus dem Gefängnis kommen, finden Sie hier Informationen. Außerdem finden Sie hier Informationen, wenn Sie Opfer von Kriminalität geworden sind.

Online-Beratung

Die NEUSTART Online-Beratung hilft Ihnen. Sie beantwortet Ihre Fragen mit einem E-Mail. Füllen Sie bitte das Kontakt-Formular aus und schreiben Sie Ihre Frage in die Nachricht. Schreiben Sie auch dazu, in welchem Ort und Bundesland Sie wohnen. Es ist nicht notwendig, dass Sie Ihren Namen dazuschreiben. Wir antworten auch auf anonyme Anfragen.

Leichter Lesen

Tipps für die ersten Tage nach dem Gefängnis

 

  1. Sie brauchen einen Ort, wo Sie wohnen können. Dieser soll günstig sein, damit Sie es sich leisten können. Melden Sie sich rechtzeitig bei uns, dann helfen wir Ihnen. Rechtzeitig ist sechs bis acht Wochen, bevor Sie aus dem Gefängnis kommen. Hier finden Sie die Adressen und Telefon-Nummern von NEUSTART in Ihrem Bundesland.
  2. Wenn Sie aus dem Gefängnis kommen, bekommen Sie einen Entlassungsschein. Heben Sie dieses Papier gut auf. Wenn Sie keinen anderen Ausweis haben, gilt der Entlassungsschein als Ausweis beim Arbeitsmarkt-Service (AMS), Sozialamt, der Melde-Behörde und so weiter.
  3. Sie bekommen ungefähr 320,- Euro Entlassungs-Geld. Mit diesem Geld müssen Sie einen ganzen Monat lang auskommen. Teilen Sie sich dieses Geld gut ein.
  4. Die Mindestsicherung bekommen Sie nur an dem Ort, an dem Sie gemeldet sind.
  5. Melden Sie sich nach der Entlassung gleich beim Arbeitsmarkt-Service (AMS). Klären Sie dort, ob Sie Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe bekommen. Wenn ja, sind Sie nämlich auch versichert (Sozialversicherung). Geld bekommen Sie aber erst ab dem zweiten Monat nach der Entlassung.
  6. Wenn Sie Arbeit suchen, aber kein Arbeitslosengeld bekommen, dann bekommen Sie Geld aus der Mindestsicherung.
  7. Sammeln Sie alle Rechnungen, die höher sind als 36,- Euro. Mit diesen Rechnungen können Sie dem Sozialamt zeigen, was Sie ausgegeben haben und warum Sie es ausgegeben haben.
  8. ACHTUNG: Wenn Sie aus dem Gefängnis kommen, sind sie nicht versichert (Sozialversicherung). Gehen Sie deshalb wirklich gleich zum Arbeitsmarkt-Service (AMS).

Tipps für die ersten Tage nach der Haftentlassung

  1. Nach der Haft brauchen Sie eine leistbare Wohnmöglichkeit. Um Ihnen dabei helfen zu können, kontaktieren Sie uns bitte rechtzeitig (6-8 Wochen) vor Ihrer Entlassung! (Kontakt)
  2. Bewahren Sie den Entlassungsschein gut auf! Wenn Sie sonst keinen Ausweis besitzen, gilt er als Dokument für Arbeitsmarktservice, Sozialamt, Meldebehörde und so weiter.
  3. Teilen Sie sich im ersten Monat das Entlassungsgeld gut ein, denn Sie bekommen nicht sofort Unterstützung, nur weil Ihr Budget erschöpft ist. Sie sollten etwa mit 320,- Euro auskommen. Im ersten Monat nach der Entlassung ist das Entlassungsgeld Ihre Existenzgrundlage!
  4. Mindestsicherung erhalten Sie nur an dem Wohnort, an dem Sie gemeldet sind.
  5. Sie sollten sofort nach der Entlassung Kontakt zum Arbeitsmarktservice aufnehmen, um zu klären, ob Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe haben. In diesem Fall sind Sie dann versichert und haben im zweiten Monat ein Einkommen.
  6. Wenn Sie auf Arbeitssuche sind, aber keine Arbeitslosenunterstützung bekommen, haben Sie Anspruch auf Unterstützung aus der Mindestsicherung.
  7. Rechnungsbelege über größere Beträge (ab zirka 36,- Euro) sollten Sie im ersten Monat sammeln, dann können Sie beim Sozialamt Ihre Ausgaben besser belegen.
  8. Bitte beachten Sie, dass Sie ab dem Haftende nicht versichert sind!

Wenn Sie weitere Informationen wünschen, schreiben Sie uns einfach ein kurzes Email oder benutzen Sie unser Formular.

ENDE FAQ

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