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Tipps für heikle Situationen

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Online-Beratung

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Die Geschichte von NEUSTART

Die Entwicklung einer Idee - Vorläufer

1841 "erster Bewährungshelfer" John Augustus, Schuster in Boston, Massachusetts, betreut ehrenamtlich gemeinsam mit wohlgesinnten Mitbürgern rund 2.000 Menschen und erspart ihnen durch Patenschaften beziehungsweise Bürgschaften Gefängnisaufenthalte.


1918 August Aichhorn, Wegbegleiter Sigmund Freuds, betreut nach tiefenpsychologischen Gesichtspunkten "verwahrloste" Jugendliche.


1920 Schutzaufsicht als Vorläufergesetz zur Bewährungshilfe. Überwachung und Kontrolle stehen jedoch im Vordergrund.


1955
Arbeitskreis Bewährungshilfe in Tirol. In der Folge erste "Anordnung" von Bewährungshilfe.

Vom Verein für soziale Jugendarbeit zu NEUSTART

1957 Gründung der Arbeitsgemeinschaft Bewährungshilfe unter Dr. Sepp Schindler. Beginn von Betreuungen delinquenter Jugendlicher durch freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Basis des Gesetzes über die bedingte Verurteilung 1920.


1957-1961 Rund 100 Jugendliche werden intensiv betreut.


1961 Das Jugendgerichtsgesetz beschreibt die Funktion des Bewährungshelfers als eigenverantwortliche Fachkraft im Rahmen der Strafrechtspflege.


1961-1963 Das Bundesministerium für Justiz eröffnet in Linz, Innsbruck, Salzburg und Klagenfurt Geschäftsstellen für Bewährungshilfe.


1964 Mit der Durchführung der Bewährungshilfe in ganz Österreich werden der Verein für Bewährungshilfe und Soziale Jugendarbeit (später VBSA) und in der Steiermark der Verein "Rettet das Kind" vom Bundesministerium für Justiz betraut.


1964-1969 Kontinuierlicher Auf- und Ausbau der Organisation. Eröffnung von Geschäftsstellen der Bewährungshilfe in Eisenstadt, St. Pölten, Wr. Neustadt und Krems.


1968-1971 Eröffnung von zwei Bewährungshilfeheimen, die nach einem Konzept von therapeutischen Kleingruppenheimen arbeiten und eine Alternative zu Großheimen darstellen sollen.


1969
Das Bewährungshilfegesetz tritt in Kraft. An jedem Sitz eines Landes- beziehungsweise Kreisgerichts in Österreich wird schrittweise eine Geschäftsstelle für Bewährungshilfe eröffnet.


1970
Gründung der Drogenberatungsstelle CHANGE in Wien.


1970-1975 Weiterer Ausbau der Organisation - Eröffnung der Geschäftsstellen in Korneuburg, Feldkirch und Wels und auch diverser Außenstellen in verschiedenen Wiener Bezirken.


1975 Große österreichische Strafrechtsreform, das Strafgesetzbuch (StGB) 1974 tritt in Kraft.


Das StGB eröffnet die Möglichkeit, Bewährungshilfe nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene anzuordnen. Die Anordnung der Bewährungshilfe für Erwachsene wurde stufenweise eingeführt, kann daher erst im Jahre 1983 uneingeschränkt angeordnet werden.


1975-1980 Weitere Expansion der Organisation.


Eröffnung sechs weiterer Heime beziehungsweise Wohngemeinschaften.


Ausbildung von 27 hauptamtlichen Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfern, ab 1978 werden nur mehr Abgängerinnen und Abgänger der Akademien für Sozialarbeit (diplomierte Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter) als hauptamtliche Bewährungshelferin oder Bewährungshelfer eingestellt.


1978-1982 Der Verein für Bewährungshilfe und Soziale Arbeit reagiert auf die Problematik von Haftentlassenen mit der Eröffnung von vier Zentralstellen für Haftentlassenenhilfe in Wien, Linz, Salzburg und Klagenfurt. Die Zentralstellen haben die Aufgabe, schnell und unbürokratisch Arbeits- und Wohnungsvermittlung, Beratung und Betreuung für Haftentlassene zu leisten.


1980 Novelle des Bewährungshilfegesetzes 1969. Dieses Gesetz legt nun den bis dato provisorischen Zustand der Übertragung der Bewährungshilfe an private Vereinigungen fest. Die Suchtgiftgesetznovelle schafft neue, alternative Grundlagen für die Betreuung von Suchtgiftabhängigen.


1983 Neues Jugendgerichtsgesetz in den Ministerrat eingebracht.


1984 Prof. Dr. Erwin Ringel wird Obmann des VBSA.


1985 Gründung der ersten Schuldenregulierungsprojekte, um bei hoher Verschuldung der Klientinnen und Klienten fachmännisch und tatkräftig helfen zu können. Die Konfliktregelung wird als Modellprojekt in Angriff genommen, um dieses neue Instrumentarium zu erproben.


Eine Budgetkrise - fünf Millionen Schilling fehlen im Budgetvoranschlag - provoziert eine breite Unterstützung der Anliegen der Bewährungshilfe durch die Bevölkerung (mehr als 6.000 Unterstützungserklärungen) und der Medien. Die prekäre Situation wird gelöst.


1987 Das Modellprojekt Konfliktregelung ist erfolgreich, in 90 Prozent der aufgenommenen Verfahren kommt eine Konfliktregelung zustande, 92 Prozent der Konfliktregelungsgespräche enden erfolgreich. 80 Prozent aller Opfer erhalten volle Schadenswiedergutmachung.


1988 Jugendgerichtsgesetz: Einführung der Konfliktregelung (Außergerichtlicher Tatausgleich) im gesamten Bundesgebiet.


1990 Konfliktregelung für Erwachsene. Modellprojekte in Wien, Salzburg, Innsbruck und Eisenstadt entstehen.


1991-1993
Organisationsentwicklungsprojekt.

 

Neustrukturierung der Gesamtorganisation.


Die Ergebnisse des Modellversuchs Außergerichtlicher Tatausgleich für Erwachsene werden der Öffentlichkeit präsentiert.


1994 Neues Geschäftsführungskonzept (unter anderem Einführung der Regionalen Koordination).


Strafprozessänderungsgesetz 1993 (Verbesserung der Rechtsstellung von Bewährungshelferin / Bewährungshelfer beziehungsweise Sozialarbeiterin / Sozialarbeiter).


Abschluss des Generalvertrags zwischen Bundesministerium für Justiz (BMJ) und VBSA und damit Klärung des Verhältnisses zum BMJ auf Basis eines vom VBSA angebotenen Dienstleistungsspektrums im Bereich Straffälligenhilfe und einer Finanzierungszusage auf Seiten des BMJ.


1996 Strafrechtsänderungssetz 1996 wird im Parlament beschlossen. Grundlegende Veränderungen im Hinblick auf die Arbeitsbedingungen der Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter im VBSA.


1997 Entwurf eines Diversionsgesetzes (Verankerung des Außergerichtlichen Tatausgleichs für Erwachsene) geht in Begutachtung.


Der VBSA feiert 40-jähriges Bestehen.


Ab 1997 Budgetkonsolidierung der öffentlichen Träger, Rationalisierung, betriebswirtschaftliche Instrumente, Controlling.


2000
"Diversionsgesetz", neues Angebot der "Vermittlung Gemeinnütziger Leistungen". Beginn des Prozesses "Organisation NEU".


1999-2001
Verbrechensopferhilfe "danach." nimmt ihre Arbeit auf.


2001 Beginn der Online-Beratung via www.neustart.at


2002
Als Zeichen der Organisationsreform nach außen wird ab 1.1.2002 der Name des Vereins für Bewährungshilfe und Soziale Arbeit in NEUSTART geändert.


2004
EU-Projekte Schuldenshredder und Telelearning.

2005
NEUSTART beginnt am 1.1.2005 in Deutschland mit der Durchführung des Pilotprojekts "Bewährungs- und Gerichtshilfe in freier Trägerschaft" für die Landgerichtbezirke Stuttgart und Tübingen. Das Projekt läuft bis Ende 2006.


Beginn der Prozessbegleitung von Opfern bei Polizei und Gericht.


Einführung des Anti-Gewalt-Trainings in ganz Österreich.


EQUAL Projekt "Schritt für Schritt" (Ausbildung und Arbeitserprobung im Strafvollzug).


Projekt "workflow" (Arbeitswesen im Strafvollzug).


2006
Projekt "elektronische Aufsicht" für bedingt Entlassene.


Projekt "Vermittlung gemeinnütziger Arbeit statt Ersatzfreiheitsstrafe".


Twinning-Projekte mit Tschechien und Rumänien (Erfahrungen im Tatausgleich werden an Justiz und Praxis weitergegeben).


2007 Start der Durchführung von Bewährungshilfe, Gerichtshilfe und Täter-Opfer-Ausgleich mit 1.1.2007 durch die NEUSTART gemeinnützige GmbH in Baden-Württemberg (Zehn-Jahres-Vertrag mit dem Justizministerium Baden-Württemberg).


Entlassungsbegleitung an fünf Standorten in Österreich (als Ergebnis aus dem Projekt "Schritt für Schritt") ab Juli 2007.


Österreichweites Angebot von Gemeinnütziger Leistung statt Ersatzfreiheitsstrafe.


NEUSTART feiert im November 2007 sein 50-jähriges Bestehen.


Ende der Beauftragung von Verbrechensopferhilfe und Prozessbegleitung durch das Bundesministerium für Justiz.


2008 Zweites Projekt „elektronische Aufsicht“ für bedingt aus der Haft Entlassene.


Im Dezember 2008 liegt der Forschungsbericht zur Studie Legalbiografien vor.


2009
Entlassungsbegleitung wird in der „Haftentlassenenhilfe neu“ österreichweit durchgeführt.


Im Juni 2009 liegt der Forschungsbericht zur Studie häuslicher Gewalt vor.


Im Dezember 2009 liegen die Ergebnisse des intern durchgeführten Projekts Sozialbewährung vor.


2010 Einführung des Betreuungsstufenmodells in der Bewährungshilfe.


Beginn einer organisationsweiten Reorganisation des Vereins.


Ab September erhält NEUSTART den Auftrag zur Durchführung des elektronisch überwachten Hausarrests in Österreich.


Im Oktober erhält NEUSTART vom Bundesministerium für Justiz den Auftrag zur österreichweiten Durchführung von Prozessbegleitung.


2011 Reorganisation tritt in Kraft – mit Reduktion des Overhead, der Standorte und Optimierung der Dienstleistungen.

 

2012-2013 Neue Geschäftsführer mit Dr. Christoph Koss für die sozialarbeiterischen und Alfred Kohlberger MAS für die wirtschaftlichen Angelegenheiten.

 

Seit 2013 vermittelt NEUSTART gemeinnützige Leistungen bei Strafen der Finanzbehörden. Betreut werden Menschen, die eine Ersatzfreiheitsstrafe antreten müssten, weil sie ihre vom Gericht verhängte Geldstrafe nicht bezahlen können.

 

2014 Das NEUSTART Kuratorium wird gegründet.

 

Sozialnetzkonferenzen bieten Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Untersuchungs- oder Strafhaft die Möglichkeit, gemeinsam mit ihrem sozialen Netz einen verbindlichen Zukunftsplan zu erstellen. Das wird von der bewährungshilfe begleitet und kontrolliert.

 

2015 Das neue Führungsleitbild tritt in Kraft.

 

2016 Abschluss des Pilotprojekts „Sozialnetzkonferenz im Maßnahmenvollzug", das von April 2015 bis Juli 2016 im Auftrag des Bundesministeriums für Justiz von NEUSTART erprobt wurde.

 

2017 Mit dem Modellversuch „Dialog statt Hass" präsentiert NEUSTART eine Strategie für den Umgang mit Hass im Netz.

 

Betreute Startwohnungen in Oberösterreich bereiten Haftentlassene wieder auf ein geregeltes Leben vor.

 

2019 Das erfolgreiche Modell-Projekt „Dialog statt Hass" wird österreichweit ausgerollt.

 

VBSA-History


"Probezeit". Die Geschichte des VBSA (Verein für Bewährungshilfe und Soziale Arbeit) von seinen Anfängen im Jahr 1957 bis zum Jahr 1989. 1997 vorgelegt, ist diese Broschüre die bislang umfangreichste Dokumentation der Entwicklung des Vereins.
Erhältlich unter 01 / 545 95 60.

 

Persönlichkeiten, die NEUSTART geprägt haben

Prof. Dr. Erwin Ringel (27.4.1921-28.7.1994), Obmann des VBSA (früherer NEUSTART Name) von 1984 bis 1993.


Ehrenvorsitzender, Arzt, Psychiater, Psychotherapeut, Individualpsychologe, Wissenschafter, engagierter Katholik, Antifaschist und vieles mehr. Es ist schwer (wenn nicht unmöglich), die vielen Formen der Artikulation zu benennen, die Erwin Ringel gewählt hat, wenn es darum ging, denjenigen seine Stimme zu leihen, die sie ansonsten im öffentlichen Diskurs nicht gehabt hätten. Respekt und Toleranz für Andersdenkende zeigten sich darin, daß es ihm immer wichtig war, auch bei komplizierten und umstrittenen Themen verständlich zu bleiben. "Dort stehen, wo der Klient steht" als Prinzip der Sozialen Arbeit, das lebte er uns vor, indem er auf die oft vorurteilsbehaftete Einstellung seiner Zuhörerinnen und Zuhörer einging und eine Sprache wählte, die manchem als simplifizierend erschien. Aber - und das ist unbestritten - nur so wurde er von vielen gehört und verstanden. Diesen Brückenschlag schaffte er auch, wenn es darum ging, dem Leitbild des VBSA gerecht zu werden: "..die Entfremdung zwischen Straftätern und Gesellschaft nicht zu vertiefen und Integrationschancen zu schaffen" war ihm ein zentrales Anliegen. Politisches Lobbying für den VBSA ebenso wie die engagierte Intervention im Einzelfall verstand er dabei als seinen konkreten Beitrag. Erwin Ringel war in all seinen Initiativen ein unbeirrbarer Freund des VBSA. An seinem Nachlaß werden wir - was die Anforderungen an uns selbst betrifft - in unserer Arbeit zu messen sein.


Dr. Christian Broda (12.3.1916-1.2.1987), Bundesminister für Justiz von 1960 bis 1966 und von 1970 bis 1983.


Dr. Christian Broda absolvierte an der Universität Wien das Studium der Rechtswissenschaften und Philosophie. Als Rechtsanwalt lernte er die Erwartungen der rechtssuchenden Bürgerinnen und Bürger an einen demokratischen Rechtsstaat praxisnah kennen. Als Justizminister schuf er ein Reformwerk, das stets die auch durch den Staat nicht antastbare Würde des Menschen vor Augen hatte: Schutz der sozial Schwachen durch das Recht, Gleichheit vor dem Gesetz und durch das Gesetz. Nutznießer der mit Christian Broda untrennbaren Justizreformen sind auch heute noch alle Bürgerinnen und Bürger dieses Landes: Männer und Frauen, eheliche und uneheliche Kinder, Inländerinnen, Inländer, Ausländerinnen und Ausländer, Täterinnen, Täter und Opfer, Patientinnen, Patienten und Ärzte, Medienkonsumentinnen und -konsumenten, Journalistinnen, Journalisten und viele andere. Von der europaweiten Ächtung der Todesstrafe bis zur Etablierung der Bewährungshilfe in Österreich reichte sein Engagement, wenn es darum ging, etwas Besseres zu finden als nur zu strafen. Sein Ziel dabei war: die Rückfallsvermeidung durch die Arbeit mit den Täterinnen und Tätern im Interesse der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Seine humanitäre und demokratische Einstellung verband Christian Broda mit einem großen reformerischen Gestaltungswillen. Sein Erbe gibt uns auch heute noch Kraft und Orientierung.


Dr. Elisabeth Schilder (8.9.1904-18.2.1983), geschäftsführende Obfrau des VBSA von 1963 bis 1981.


Dr. Elisabeth Schilder studierte Rechtswissenschaften und Volkswirtschaftslehre in Wien und Berlin. 1924 absolvierte sie die Ausbildung an der "Akademie für soziale Verwaltung" und erhielt das Fürsorgediplom. Bis 1934 arbeitete sie als Journalistin und publizierte vor allem in den Themenbereichen Wirtschaftspolitik und Frauenfragen. In den Jahren 1934-1938 war sie als Revolutionäre Sozialistin politisch aktiv und dadurch Verfolgung, Vertreibung und Inhaftierung ausgesetzt. Als Sozialarbeiterin und Juristin war sie nach dem Krieg am Aufbau des Instituts für Erziehungshilfe, dem Verein für Bewährungshilfe und soziale (Jugend)Arbeit und dem Verein für Sachwalterschaft maßgeblich beteiligt. Ihrem durch ein klares gesellschaftspolitisches Bekenntnis motivierten Engagement als geschäftsführende Obfrau ist es zu danken, daß der VBSA seine kontinuierlich expandierende Entwicklung seit den Sechzigerjahren genommen hat. Immer die Anliegen der Klientinnen und Klienten vor Augen, kritisch gegenüber der Justiz, aber in ihrem Respekt Andersdenkenden gegenüber unerschütterlich tolerant, meisterte sie diese Pionierarbeit. Ihre Grundhaltung ist auch heute noch für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beispielgebend für ihr Engagement.


Dr. Olga Schaendlinger (1930-2003), Ausbildung zur Psychologin und Therapeutin.


Gründungsmitglied der „Arbeitsgemeinschaft Bewährungshilfe” im Jahr 1957. 1973-1995 Leiterin der Geschäftsstelle für Bewährungshilfe Wien, Vorstandsmitglied seit 1963 (zuletzt als Mitglied der Kontrolle), Vorsitzende des Fachbeirats von 1993-1999, langjährige Verbundenheit mit dem VBSA/NEUSTART und Ehrenmitglied des VBSA/NEUSTART seit 13.11.1995. Olga Schaendlinger ist als die erste hauptamtliche Bewährungshelferin der „Arbeitsgemeinschaft Bewährungshilfe“ eine historische Gestalt der österreichischen Straffälligenhilfe, für welche sie unschätzbare Leistungen schon in der Aufbauphase der Fünfzigerjahre erbracht hat und deren Ideenwelt sie ihr ganzes Leben lang bis zu ihrem allzu frühen Tod verpflichtet gewesen ist: zunächst als Mitarbeiterin, davon viele Jahre in Leitungsfunktionen, aber auch als Vorstandsmitglied und in den letzten Jahren als Mitglied der Kontrolle. Sie hat in Anerkennung und Würdigung ihrer zahllosen Verdienste aus Anlass der Versetzung in den Ruhestand die Ehrenmitgliedschaft des Vereins verliehen bekommen.


Olga Schaendlinger erwies sich als Mitglied der Kontrolle bis zuletzt bei Vorhaben wie zum Beispiel ORGANE, der Neubestellung der Geschäftsführung und der Erarbeitung des Geschäftsführungskonzepts 2003 als wichtige und unverzichtbare Beraterin des Vorstandes.

Ehrenmitglieder und Ehrennadelträgerinnen und -träger

Ehrenvorsitzende

Prof. Dr. Erwin Ringel

Obmann des VBSA (früherer NEUSTART Name) von 1984 bis 1993.

 

HR Dr. Rudolf Müller

Langjähriger Vorsitzender des Vorstands beziehungsweise Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 2011.

 

Ehrenmitglieder

HR Dr. Olga Schaendlinger
Am Aufbau des VBSA in zahlreichen Funktionen richtungsweisend beteiligt; der Begriff "Bewährungshilfe" ist untrennbar mit ihrem Namen verbunden.


Univ. Prof. Dr. Sepp Schindler
Seit 1957 Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Bewährungshilfe, wissenschaftliche Tätigkeit, Adaptierung des tiefenpsychologischen Betreuungsmodells und Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Teamarbeit und Supervision.


Prof. Dr. Udo Jesionek
Der "Bewährungshilfe" seit Jahrzehnten verbunden, Urheber und Unterstützer rechtspolitischer Initiativen und Vermittler kriminalpolitischer Anliegen; langjähriges Vorstandsmitglied.


Dr. Herbert Leirer
Vorstandsmitglied, Generalsekretär und Geschäftsführer, erster Herausgeber der Fachzeitschrift sub; rund 25 Jahre Tätigkeit für VBSA und NEUSTART.

 

HR Mag. Walter Pichl

Langjähriger Rechnunggsprüfer

 

HR Mag. Reiner Gandolf

Langjähriger Leiter der Jugendstrafanstalt Gerasdorf

 

HR Dr. Rudolf Müller

Langjähriger Vorsitzender des Vorstands beziehungsweise Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 2011.

 

Univ.-Doz. Dr. Arno Pilgram

38-jährige Tätigkeit als Mitglied des Vorstands und Aufsichtsrates von 1981 bis 2019; maßgebliche Mitarbeit an zahllosen Entwicklungen und Veränderungen; (Ko)-Autor mehrerer Studien zu Modellprojekten.

 

Ehrennadelträgerinnen und -träger

Waltraud Kopeinig
VBSA - Anerkennung für herausragende Leistung als Mitarbeiterin, die durch ihre Arbeit den VBSA wesentlich geprägt hat.


HR Dr. Gerhard Grimm
VBSA - Anerkennung für herausragende Leistung als Mitarbeiter, der durch seine Arbeit den VBSA wesentlich geprägt hat.


ADir RR Anton Schuster
VBSA - Anerkennung für herausragende Leistung als Mitarbeiter, der durch seine Arbeit den VBSA wesentlich geprägt hat.


Ltd. StA Dr. Eberhard Zemanek

VBSA - Anerkennung für langjährige gute Zusammenarbeit.


ADir RR Erich Kessel
VBSA - Anerkennung für herausragende Leistung als Mitarbeiter, der durch seine Arbeit den VBSA/NEUSTART wesentlich geprägt hat.


Dr. Herbert Leirer
NEUSTART - Anerkennung für herausragende Leistung - 25 Jahre erfolgreiche Leitung der Gesamtorganisation.


Norbert Koblinger
NEUSTART - Verleihung für herausragende Leistungen - insbesondere für den Tatausgleich.


HR Mag. Adalbert Eisenriegler
NEUSTART - Verleihung für langjährige erfolgreiche Arbeit für den Erfolg der Gesamtorganisation.


Hubert Schober

Jungarbeiterbewegung, langjähriger ehrenamtlicher Bewährungshelfer


HR Dr. Norbert Minkendorfer

Leiter der JA Garsten

 

Mag. (FH) Wolfgang Hermann

Ehemaliger Geschäftsführer, Anerkennung für 20-jährige Tätigkeit, der durch seine Arbeit NEUSTART wesentlich geprägt hat.

 

Univ.-Doz. Dr. Arno Pilgram

Ernennung zum Ehrenmitglied und Verleihung der Ehrennadel als Würdigung herausragender Leistungen und jahrzehntelanger ehrenamtlicher Tätigkeit für den Verein.

 

Adelheid Roth

Ehemalige Abteilungsleiterin und Bewährungshelferin in Wien - Verleihung der Ehrennadel für überdurchschnittliches Engagement anlässlich ihrer Pensionierung im Februar 2020.

 

Dr. Andrea Pawlowski

VBSA / NEUSTART - Verleihung der Ehrennadel als Würdigung ihrer herausragenden Leistungen in den Bereichen Tatausgleich und Opferschutz anlässlich ihrer Pensionierung im Juni 2020.

Geschichte

 

Die Geschichte der Bewährungshilfe

 

1841 Schon vor über 170 Jahren gab es den ersten Bewährungshelfer. Sein Name war John Augustus. Er war Amerikaner. Gemeinsam mit anderen Menschen hat er 2.000 Menschen betreut. Sie haben Patenschaften und Bürgschaften für diese Menschen übernommen. Eine Bürgschaft ist eine Garantie, dass man für die Schuld von jemand anderem haftet. Deshalb mussten diese Menschen nicht ins Gefängnis.

 

1918 Schon vor mehr als 100 Jahren hat August Aichhorn in Österreich Jugendliche betreut.

 

1920 Vor ungefähr 100 Jahren gab es die Schutzaufsicht. Das war ein Vorläufer-Gesetz zur Bewährungshilfe. Darin ging es um Überwachung und Kontrolle.

 

1955 Vor mehr als 60 Jahren wurde der Arbeitskreis Bewährungshilfe Tirol gegründet. Danach wurde zum ersten Mal offiziell Bewährungshilfe angeordnet.

 

Die Geschichte von NEUSTART

 

1957 Vor mehr als 60 Jahren wurde die Arbeitsgemeinschaft Bewährungshilfe gegründet. Der Gründer war Dr. Sepp Schindler. Freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Jugendliche betreut, die etwas Verbotenes gemacht haben.

 

1957-1961 In den ersten vier Jahren wurden ungefähr 100 Jugendliche betreut.

 

1961 Vor ungefähr 60 Jahren wurde die Bewährungshilfe zum ersten Mal im Jugendgerichtsgesetz beschrieben. Ab diesem Zeitpunkt hatten Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer eine offizielle Funktion im Strafrecht.

 

1961-1963 Anfang der 1960er-Jahre wurden eigene Geschäftsstellen für die Bewährungshilfe eröffnet. Eine Geschäftsstelle ist ein Büro, wo Menschen vorbeikommen können. Nämlich in Linz, Innsbruck, Salzburg und Klagenfurt.

 

1964 Vor mehr als 50 Jahren hat das Bundesministerium für Justiz einen Verein beauftragt, damit er die Bewährungshilfe in ganz Österreich durchführt. Das war der Verein für Bewährungshilfe und Soziale Jugendarbeit. Später bekam der Verein die Abkürzung VBSA. Diese Abkürzung steht für Verein für Bewährungshilfe und Soziale Arbeit. In der Steiermark gab es einen anderen Verein. Das war der Verein „Rettet das Kind".

 

1964-1969 Die Organisation ist immer größer geworden. Es wurden neue Geschäftsstellen eröffnet. Nämlich in Eisenstadt, St. Pölten, Wr. Neustadt und Krems.

 

1968-1971 Vor ungefähr 50 Jahren wurden zwei Heime für Bewährungshilfe eröffnet. Dort gab es Therapien in kleineren Gruppen.

 

1969 Vor ungefähr 50 Jahren ist ein eigenes Gesetz für Bewährungshilfe in Kraft getreten. Das Bewährungshilfegesetz. Überall wo es ein Landesgericht oder ein Kreisgericht gab, wurde eine Geschäftsstelle für Bewährungshilfe eröffnet.

 

1970 Vor ungefähr 50 Jahren wurde in Wien eine Drogen-Beratungsstelle gegründet. Diese hat den Namen CHANGE bekommen.

 

1970-1975 In den 1970er-Jahren wurde die Organisation weiter ausgebaut. Es wurden neue Geschäftsstellen eröffnet. Nämlich in Korneuburg, Feldkirch und Wels. Außerdem wurden Außenstellen in verschiedenen Bezirken in Wien eröffnet.

 

1975 Vor ungefähr 45 Jahren gab es eine große Reform des Strafrechts in Österreich. Damals ist das Strafgesetzbuch 1974 in Kraft getreten. StGB ist die Abkürzung für Strafgesetzbuch. Seit damals können auch Erwachsene Bewährungshilfe bekommen. Das wurde in den nächsten Jahren nach und nach umgesetzt. Seit ungefähr 40 Jahren bekommen Erwachsene Bewährungshilfe ohne Beschränkungen.

 

1975-1980 Auch in der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre wurde die Organisation weiter ausgebaut. Es wurden sechs neue Heime und Wohngemeinschaften eröffnet. 27 Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer wurden ausgebildet. Seit 1978 dürfen nur noch Menschen als Bewährungshelferin oder Bewährungshelfer arbeiten, die eine Akademie für Sozialarbeit besucht haben. Diese Menschen nennt man diplomierte Sozialarbeiterin oder diplomierter Sozialarbeiter.

 

1978-1982 Menschen, die aus dem Gefängnis kommen, nennt man Haftentlassene. Diese Menschen haben oft große Probleme. Deshalb wurden vor ungefähr 40 Jahren eigene Zentralstellen für Haftentlassene eröffnet. Nämlich in Wien, Linz, Salzburg und Klagenfurt. Dort gibt es Hilfe bei der Suche nach Arbeit und einer Wohnung. Außerdem gibt es dort Beratung und Betreuung für Haftentlassene.

 

1980 Vor ungefähr 40 Jahren wurde das Bewährungshilfegesetz überarbeitet. Bewährungshilfe darf jetzt ganz offiziell von privaten Vereinigungen durchgeführt werden. Auch für die Betreuung von Menschen, die eine Sucht haben, gibt es neue Grundlagen.

 

1983 Vor mehr als 35 Jahren wurde ein neues Jugendgerichtsgesetz in den Ministerrat eingebracht. Was der Ministerrat ist, steht hier.

 

1984 Vor mehr als 35 Jahren wurde Prof. Dr. Erwin Ringel Obmann des VBSA.

 

1985 Manche Menschen, die von uns betreut werden, haben Schulden. Um ihnen zu helfen, wurden vor ungefähr 35 Jahren eigene Projekte gegründet. Sogenannte Schuldenregulierungsprojekte. Außerdem wurde die Konfliktregelung als Modell-Projekt versucht. Ein Modell-Projekt ist ein Versuch, ob etwas funktioniert. Wenn es funktioniert, wird es danach fix umgesetzt.

 

Im selben Jahr gab es eine Krise mit dem Budget. Fünf Millionen Schilling haben gefehlt. Deshalb hat die Bevölkerung den VBSA unterstützt. Es wurden 6.000 Unterschriften für uns gesammelt. Außerdem haben uns die Medien unterstützt. Das Problem konnte gelöst werden.

 

1987 Vor mehr als 30 Jahren wurde die Konfliktregelung ein fixes Angebot des VBSA. Vorher war sie nur ein Modell-Projekt. Was ein Modell-Projekt ist, steht weiter oben bei 1985. Fast alle Verfahren, die durchgeführt wurden, waren erfolgreich.

 

1988 Vor mehr als 30 Jahren wurde die Konfliktregelung in das Jugendgerichtsgesetz geschrieben. Seither gibt es sie in ganz Österreich für Jugendliche.

 

1990 Vor ungefähr 30 Jahren wurde die Konfliktregelung als Modell-Projekt für Erwachsene ausprobiert. Was ein Modell-Projekt ist, steht weiter oben bei 1985. Das Modell-Projekt wurde in Wien, Salzburg, Innsbruck und Eisenstadt ausprobiert.

 

1991-1993 Vor ungefähr 30 Jahren gab es ein Projekt für die Weiterentwicklung der Organisation. Dabei wurde die gesamte Organisation neu strukturiert. Außerdem wurden die Ergebnisse des Modell-Projekts der Konfliktregelung bei Erwachsenen vorgestellt. Was ein Modell-Projekt ist, steht weiter oben bei 1985. Seit damals heißt die Konfliktregelung anders, nämlich außergerichtlicher Tatausgleich.

 

1994 Vor mehr als 25 Jahren gab es ein neues Geschäftsführungs-Konzept. Ein Konzept ist ein Plan, wie man etwas machen möchte.

 

Im selben Jahr verbesserte sich die rechtliche Situation für Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer und für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter. Nämlich wegen dem Strafprozessänderungsgesetz 1993.

 

Außerdem wurde im selben Jahr der Generalvertrag abgeschlossen. Was das ist, steht hier. Damit wurde das Verhältnis zwischen dem Bundesministerium und dem VBSA geklärt.

 

1996 Vor ungefähr 25 Jahren haben sich die Arbeits-Bedingungen von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, die beim VBSA arbeiten, sehr verändert. Nämlich wegen des Strafrechtsänderungsgesetzes 1996.

 

1997 Vor mehr als 20 Jahren ging das Diversionsgesetz in Begutachtung. Begutachtung heißt, dass ein Gesetz geprüft wird. Jedes Gesetz wird geprüft, bevor es in Kraft tritt. Im Diversionsgesetz steht, dass es den außergerichtlichen Tatausgleich auch für Erwachsene gibt.

 

Im selben Jahr hat der VBSA seinen 40. Geburtstag gefeiert.

 

2000 Seit ungefähr 20 Jahren ist das Diversionsgesetz in Kraft. Seit dem selben Jahr vermittelt der VBSA gemeinnützige Leistungen. Was das ist, steht hier.

 

1999-2001 Seit ungefähr 20 Jahren gibt es beim VBSA ein eigenes Angebot nur für Opfer.

 

2001 Seit fast 20 Jahren gibt es die Online-Beratung. Was das ist, steht hier.

 

2002 Vor mehr als 15 Jahren bekam der VBSA einen neuen Namen. Seither heißt er Verein NEUSTART.

 

2004 Vor mehr als 15 Jahren wurden zwei Projekte mit der EU durchgeführt. Diese Projekte haben „Schuldenshredder" und „Telelearning" geheißen.

 

2005 Vor ungefähr 15 Jahren hat NEUSTART auch in Deutschland gearbeitet. Nämlich für die Landgerichtbezirke Stuttgart und Tübingen. Dort gab es ein Projekt mit dem Namen „Bewährungs- und Gerichtshilfe in freier Trägerschaft". Das Projekt hat bis 2006 gedauert.

 

Seit dem selben Jahr gibt es die Prozessbegleitung für Opfer. Was das ist, steht hier.

 

Außerdem wurde im selben Jahr das Anti-Gewalt-Training in ganz Österreich eingeführt. Was das ist, steht hier.

 

Außerdem gab es im selben Jahr zwei Projekte für Menschen, die im Gefängnis sind. Dabei konnten sie im Gefängnis eine Ausbildung machen und arbeiten. Diese Projekte haben „Schritt für Schritt" und „workflow" geheißen.

 

2006 Auch ein Jahr später gab es viele Projekte. Zum Beispiel das Projekt „elektronische Aufsicht" für bedingt Entlassene. Daraus wurde später der elektronisch überwachte Hausarrest. Was das ist, steht hier.

 

Außerdem gab es das Projekt „Vermittlung gemeinnütziger Leistungen statt Ersatzfreiheitsstrafe". Was das ist, steht hier.

 

Außerdem haben wir uns mit Kolleginnen und Kollegen aus Tschechien und Rumänien ausgetauscht.

 

2007 Vor fast 15 Jahren hat NEUSTART auch in Deutschland Angebote durchgeführt. Nämlich Bewährungshilfe, Gerichtshilfe und Täter-Opfer-Ausgleich. Dafür hat NEUSTART eine eigene Firma gegründet. Die NEUSTART gemeinnützige GmbH in Baden-Württemberg. Es hat außerdem einen eigenen Vertrag mit dem Justizministerium Baden-Württemberg gegeben.

 

Seit dem selben Jahr wird die Entlassungsbegleitung an fünf Standorten in Österreich angeboten. Das ist ein Ergebnis aus dem Projekt „Schritt für Schritt" aus dem Jahr 2005.

 

Außerdem gibt es seit damals in ganz Österreich das Angebot von gemeinnütziger Leistung statt Ersatzfreiheitsstrafe.

 

Im November 2007 hat NEUSTART seinen 50. Geburtstag gefeiert.

 

Im selben Jahr hat das Bundesministerium für Justiz aufgehört, die Verbrechensopferhilfe und Prozessbegleitung zu beauftragen.

 

2008 Vor mehr als zehn Jahren gab es zum zweiten Mal das Projekt „elektronische Aufsicht" für bedingt Entlassene.

 

Außerdem ist in diesem Jahr eine Studie über unsere Klientinnen und Klienten erschienen. Eine Studie ist eine Untersuchung von Forscherinnen oder Forschern. Sie schreiben einen Bericht über ihre Forschung. Darin steht, was sie herausgefunden haben. Diese Studie heißt „Legalbiografien von NEUSTART Klienten".

 

2009 Seit ungefähr zehn Jahren heißt die Entlassungbegleitung „Haftentlassenenhilfe". Was das ist, steht hier. Seit damals wird sie in ganz Österreich angeboten.

 

Im selben Jahr ist eine Studie über häusliche Gewalt erschienen. Häusliche Gewalt ist, wenn es Gewalt in Beziehungen gibt. Was eine Studie ist, steht weiter oben beim Jahr 2008.

 

Außerdem wurde ein Projekt durchgeführt, das „Sozialbewährung" heißt. Die Ergebnisse von diesem Projekt gab es im selben Jahr.

 

2010 Seit ungefähr zehn Jahren gibt es ein Betreuungsstufenmodell in der Bewährungshilfe. Ein Modell ist eine Vorlage, die man zum Arbeiten verwendet. Das Betreuungsstufenmodell zeigt den Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfern, wie intensiv sie eine Klientin oder einen Klienten betreuen müssen. Also wie oft sie mit ihr oder ihm reden müssen.

 

Im selben Jahr wurde damit angefangen, die Organisation des Vereins NEUSTART zu verändern.

 

Seit dem selben Jahr gibt es den elektronisch überwachten Hausarrest in ganz Österreich. Was das ist, steht hier.

 

Seit dem selben Jahr gibt es die Prozessbegleitung wieder in ganz Österreich. Was das ist, steht hier.

 

2011 Seit fast zehn Jahren ist die Organisation von NEUSTART einfacher. Es gibt weniger Standorte und die Angebote wurden verbessert.

 

2012-2013 Vor mehr als fünf Jahren kamen zwei neue Geschäftsführer zu NEUSTART. Dr. Christoph Koss und Alfred Kohlberger MAS. Dr. Christoph Koss ist für die Sozialarbeit zuständig. Alfred Kohlberger MAS ist für die wirtschaftlichen Dinge zuständig.

 

2013 Seit mehr als fünf Jahren gibt es gemeinnützige Leistungen auch bei Strafen von Finanzbehörden. Was das ist, steht hier. Das können Menschen machen, die eine Geldstrafe nicht bezahlen können.

 

2014 Seit mehr als fünf Jahren gibt es das NEUSTART Kuratorium. Ein Kuratorium beaufsichtigt, was eine Organisation macht. Ein Kuratorium hat mehrere Mitglieder. Wer dort dabei ist, steht hier.

 

Seit dem selben Jahr gibt es das Angebot Sozialnetzkonferenz für Jugendliche und junge Erwachsene. Was das ist, steht hier.

 

2015 Seit ungefähr fünf Jahren gibt es ein neues Führungsleitbild. Das ist eine schriftliche Erklärung von der Geschäftsführung. Darin steht, wie sich die Geschäftsführung selbst beschreibt. Darin steht auch, was ihre Werte sind. Ein Leitbild beschreibt, wofür jemand steht. Darin steht zum Beispiel, was die Ziele der Geschäftsführung sind.

 

2016 Vor ungefähr fünf Jahren wurde wieder ein Projekt abgeschlossen. Nämlich das Projekt „Sozialnetzkonferenz im Maßnahmenvollzug". Was eine Sozialnetzkonferenz ist, steht hier.

 

2017 Vor ungefähr drei Jahren gab es wieder ein Modell-Projekt. Ein Modell-Projekt ist ein Versuch, ob etwas funktioniert. Wenn es funktioniert, wird es danach fix umgesetzt. Das Modell-Projekt hieß „Dialog statt Hass". Dabei geht es darum, wie man mit Hass im Internet umgeht.

 

Seit dem selben Jahr gibt es in Oberösterreich Wohnungen für Menschen, die gerade aus dem Gefängnis kommen. Dort lernen sie, wie sie ihr Leben nach der Haft gestalten können.

 

2019 Seit ungefähr einem Jahr gibt es das Angebot „Dialog statt Hass" in ganz Österreich.

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