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Tipps für heikle Situationen

Wenn eine Angehörige oder ein Angehöriger beschuldigt oder verurteilt wird, etwas Verbotenes gemacht zu haben, finden Sie hier viele Informationen und Antworten. Auch wenn Sie gerade aus dem Gefängnis kommen, finden Sie hier Informationen. Außerdem finden Sie hier Informationen, wenn Sie Opfer von Kriminalität geworden sind.

Online-Beratung

Die NEUSTART Online-Beratung hilft Ihnen. Sie beantwortet Ihre Fragen mit einem E-Mail. Füllen Sie bitte das Kontakt-Formular aus und schreiben Sie Ihre Frage in die Nachricht. Schreiben Sie auch dazu, in welchem Ort und Bundesland Sie wohnen. Es ist nicht notwendig, dass Sie Ihren Namen dazuschreiben. Wir antworten auch auf anonyme Anfragen.

Suchtprävention

Das Angebot der Suchtprävention steht in unserer Einrichtung Kärnten zur Verfügung, und zwar in drei Formen:

Way out (sekundäre Suchtprävention)
richtet sich an Menschen, welche möglicherweise am Beginn einer Suchtkarriere stehen und diesen Weg mit unserer Unterstützung verlassen wollen.

Use it
(tertiäre Suchtprävention)
richtet sich an Suchtkranke, mit denen in Form einer Stabilisierung der Lebenssituation und Vernetzung von Hilfsangeboten die Grundlage für einen Ausstieg gelegt werden soll.

Grenzwert (Alkoholprävention)
richtet sich an junge Menschen, die auf Grund von Alkoholkonsum in ärztliche Behandlung kommen (zum Beispiel "Komasaufen") und an dieser Stelle auf eine Änderung des Alkoholgebrauchs ansprechbar sind.

Way out

 

Unterstützungsprogramm für risikogefährdete Jugendliche und junge Erwachsene

„Way out" ist ein suchtspezifisches Betreuungsprogramm für risikogefährdete Jugendliche und junge Erwachsene (gemäß § 11 Abs. 2 Z 5 SMG in Kombination mit einer ärztlichen Maßnahme zur vertiefenden fachärztlichen Diagnostik gemäß § 11 Abs. 2 Z 1 SMG). Es wurde von der Landesstelle Suchtprävention Kärnten und dem Verein NEUSTART entwickelt und wird seit 2002 in Kärnten umgesetzt. Das Programm bewirkt unter anderem, dass Jugendliche nicht in eine kriminelle Karriere abgleiten.

 

Das bestehende Versorgungsnetz findet durch „Way out" eine den Bedürfnissen der Zielgruppe entsprechende sinnvolle Ergänzung. Seit 2002 gibt es bei „Way out" jährlich circa 100 Neuzuweisungen. „Way out" wurde durch das Zentrum für Evaluation und Forschungsberatung (ZEF) / Universität Klagenfurt evaluiert. Die Mehrheit der Jugendlichen, die an den Interventionssettings teilnahmen, ist seither im Sinne des Suchtmittelgesetzes nicht mehr straffällig geworden.

 

Ziele des Angebots

Mit diesem selektiven Präventionsangebot wird Jugendlichen und jungen Erwachsenen gezielte Unterstützung angeboten:

 

  • Verhinderung des Substanzkonsums – Anleitung zur Abstinenz / zu gemäßigtem und verantwortungsvollem Umgang mit Substanzen
  • Reduktion des riskanten Suchtmittelkonsums und Vermeidung drogenbezogener Probleme / weniger Delinquenz
  • Stärkung individueller psychosozialer Kompetenzen, wie erhöhte Problemlösungs- und Durchsetzungsfähigkeit, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit sowie Bewältigungsstrategien zu entwickeln, die den Substanzkonsum ersetzen sollen
  • Wissensvermittlung über Gesundheitsrisiken, Suchtentstehung, Substanzwirkungen und aktuelle Rechtslage von legalem und illegalem Substanzkonsum
  • Reflexion des eigenen Konsumverhaltens und Auseinandersetzung mit Normen und Werten Gleichaltriger in Bezug auf Suchtmittelkonsum
  • ausbildungs- und berufsbezogenen Problemen sowie Aufbau eines sozialen Netzes


„Way out" bewirkt

  •  dass Jugendliche nicht in eine kriminelle Karriere abgleiten
  •  dass Alternativen entwickelt und aufgezeigt werden

 

Welche Jugendlichen sind in „Way out"?
Es handelt sich um erstauffällige Drogenkonsumenten im Alter von zwölf bis 21 Jahren, bei denen eine gesundheitsbezogene Maßnahme auf Grund einer Abhängigkeitsgefährdung gemäß § 11 Abs.2 Z5 Suchtmittelgesetz durchgeführt wird. Zugangskriterium ist eine ärztliche Empfehlung im Rahmen einer Begutachtung gemäß §12 und §13 SMG durch Amts- und Schulärztinnen oder -ärzte. Das Durchschnittsalter der Zielgruppe liegt bei Probierkonsum zwischen zwölf und 14 Jahren, bei regelmäßigem Konsum zwischen 15 und 18 Jahren. Mehrheitlich konsumieren sie regelmäßig eine oder mehrere psychoaktive Substanz(en). Die suchtspezifische Betreuung und psychosoziale Begleitung erfolgt durch qualifizierte und mit Fragen des Suchtmittelmissbrauchs hinreichend vertraute Personen. Die langjährige Erfahrung in der Einzel- und Gruppenbetreuung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen prägt deren Arbeit.

Use it

 

Betreuungsprogramm zur Unterstützung von suchtkranken Menschen
Im Programm „ Use it" werden Personen mit Abhängigkeitserkrankungen in Kooperation mit Drogenambulanzen, Ärztinnen und Ärzten betreut. Die Zustimmung der Personen zur Betreuung ist Voraussetzung für die Durchführung von „Use it" durch NEUSTART. Die intensive Betreuung und Begleitung von suchtkranken schwangeren Frauen ist ein weiterer Teil des Programms „Use It". Die intensive Vernetzung mit den spezifischen Sozial- und Gesundheitseinrichtungen vor und nach der Geburt sind wichtige gesundheitliche Präventionsmaßnahmen für Mutter und Kind.

 

Ziele des Angebots
Die Wohn und Arbeitssituation zu stabilisieren sowie regelmäßiger Kontakt zu behandelnden Ärztinnen und Ärzten steht im Mittelpunkt der sozialarbeiterischen Unterstützung. Mit der Betreuung durch NEUSTART soll sich sowohl die soziale als auch die gesundheitliche Situation verbessern und die Lebenssituation der Klientinnen und Klienten stabilisieren.

 

Wie erfolgt die Betreuung?
Umgesetzt wird die Betreuung mit der Methode des Casework und Case Management in Kooperation mit den Drogenambulanzen beziehungsweise den behandelnden Ärztinnen und Ärzten (im Sinne der gesundheitsbezogenen Maßnahme gemäß § 11 Z 5 SMG (2).

 

Grenzwert

 

Unterstützungsangebot für Jugendliche mit übermäßigem Alkoholkonsum
Grenzwert ist ein Unterstützungsangebot an Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren, die Erfahrungen mit übermäßigen Alkoholkonsum haben.

 

Angebot und Ziele

  • rasche Unterstützung für Eltern und Jugendliche
  • Information zum Thema Alkohol
  • Möglichkeit, das eigene Risikoverhalten besser einzuschätzen
  • Chance für Jugendliche, ihr Grenzen zu erkennen und Eigenverantwortung zu lernen
  • Gelegenheit, einen angemessenen Umgang mit Alkohol zu entwickeln
  • weitere Unterstützung bei Bedarf

 

Einzelbetreuung
Maximal sechs Einheiten zu je einer Stunde innerhalb von zwei bis drei Monaten für Jugendliche und / oder eine Beratungseinheit für Eltern bei Bedarf. Die Terminvereinbarung kann durch telefonische Kontaktaufnahme erfolgen, um ein Erstgespräch mit einer Sozialarbeiterin oder einem Sozialarbeiter von NEUSTART zu führen. Das Angebot ist kostenlos, alle Gespräche sind vertraulich.

 

Suchtprävention

 

Suchtprävention vermeidet, dass Menschen süchtig werden. Süchtig heißt, dass man nicht mehr aufhören kann, ein Suchtmittel zu konsumieren. Man braucht ständig Nachschub. Das ganze Leben dreht sich um die Sucht. Man kann zum Beispiel nach Drogen oder Alkohol süchtig sein. Auch andere Dinge können süchtig machen. Zum Beispiel Glücksspiel oder Essen. Man kann entweder zu viel oder zu wenig essen. Dann hat man Esssucht oder Magersucht. Eine Sucht ist eine Krankheit. Jeder Mensch kann süchtig werden. Menschen, die eine Sucht haben, sind suchtkrank. Eine Sucht kann auch zu Kriminalität führen. Zum Beispiel, wenn man Geld stiehlt, damit man Drogen kaufen kann.

 

Suchtprävention gibt es bei NEUSTART Kärnten. Dort gibt es drei verschiedene Angebote für Suchtprävention. Sie heißen Way out, Use it und Grenzwert.

 

Die Suchtprävention von NEUSTART hilft auch Menschen, die schon süchtig sind.

Hier steht ganz kurz, worum es bei den Angeboten geht. Weiter unten werden die Angebote noch genauer beschrieben:

 

Way out

Dieses Angebot hilft jungen Menschen, bei denen die Sucht gerade erst anfängt. Es unterstützt sie dabei, aufzuhören, bevor es zu spät ist.

 

Use it

Dieses Angebot hilft Menschen, die schon suchtkrank sind. Es unterstützt sie dabei, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Sie lernen dort, wo sie Hilfe bekommen. Das ist die Grundlage dafür, dass sie wieder gesund werden.

 

Grenzwert

Dieses Angebot hilft jungen Menschen, die zu viel Alkohol trinken. Zum Beispiel beim sogenannten „Koma-Saufen". Dabei wird sehr viel Alkohol in sehr kurzer Zeit getrunken. Viele dieser jungen Menschen mussten schon einmal wegen zu viel Alkohol ins Krankenhaus. Diese jungen Menschen sollen über ihren Alkohol-Konsum nachdenken und ihn ändern.

Way out

 

Das ist ein Programm für Jugendliche und junge Erwachsene, die ein hohes Risiko für eine Sucht haben. Das Programm entspricht dem Suchtmittelgesetz. Das Programm wurde gemeinsam mit dem Land Kärnten entwickelt. Es gibt das Programm schon seit 2002. Es hilft dabei, dass Jugendliche nicht mehr wegen Suchtmitteln kriminell werden. Sucht kann nämlich auch zu Kriminalität führen. Zum Beispiel wenn man Geld stiehlt, damit man Drogen kaufen kann.

 

Way out ist eine gute Ergänzung zu anderen Programmen. Es ist besonders gut für junge Menschen geeignet. Jedes Jahr kommen ungefähr 100 neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer in das Programm. Die Universität Klagenfurt hat sich angeschaut, ob das Programm wirklich hilft. Sie hat herausgefunden, dass die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer danach wirklich nicht mehr wegen Suchtmitteln straffällig geworden sind.

 

Das sind die Ziele von Way out

Jugendliche und junge Erwachsene, die Hilfe brauchen, bekommen Unterstützung. Diese Unterstützung passt genau für sie:

 

  • Es wird verhindert, dass sie Suchtmittel nehmen. Sie lernen nämlich, wie sie darauf verzichten können. Außerdem lernen sie, verantwortungsvoll mit Suchtmitteln umzugehen.
  • Sie nehmen weniger Suchtmittel. Deshalb haben sie weniger Probleme wegen der Sucht. So wird verhindert, dass sie wegen der Sucht kriminell werden.
  • Sie lernen, besser mit Problemen umzugehen. Zum Beispiel, wie sie sich durchsetzen können. Außerdem lernen sie, wie sie besser mit anderen reden können. Das ist wichtig, damit sie besser mit Streit umgehen können. So kommen sie gut durch schwierige Situationen, ohne dass sie Suchtmittel brauchen.
  • Sie bekommen wichtiges Wissen über ihre Sucht. Zum Beispiel, dass ihre Sucht gefährlich für ihre Gesundheit ist. Außerdem lernen sie, wie Sucht entsteht. Sie lernen auch, wie Suchtmittel wirken. Außerdem lernen sie, was über Suchtmittel im Gesetz steht. Zum Beispiel, was man konsumieren darf und was nicht.
  • Sie denken über ihren eigenen Konsum nach. Sie setzen sich damit auseinander, wie andere Menschen in ihrem Alter mit Suchtmitteln umgehen. So sehen sie, welche Werte und Normen es in der Gesellschaft gibt. Das heißt, was andere Menschen über Suchtmittel denken und wie gesunde Menschen mit Suchtmitteln umgehen.
  • Sie beschäftigen sich mit Problemen, die sie in der Schule oder Arbeit wegen ihrer Sucht haben. Außerdem bauen sie ein soziales Netz auf. Das heißt, sie knüpfen Kontakte mit Menschen, die für sie da sind, wenn sie Hilfe brauchen.

 

Das ist das Ergebnis von Way out

  • Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden nicht mehr kriminell
  • Sie lernen andere Möglichkeiten, um schwierige Situationen zu bewältigen

 

Welche Jugendlichen und junge Erwachsenen können Way out besuchen?

Bei Way out sind Jugendliche und junge Erwachsene, die schon einmal wegen Drogen aufgefallen sind. Sie sind zwischen zwölf und 21 Jahren alt. Außerdem sind sie suchtgefährdet. Das heißt, dass sie wahrscheinlich süchtig werden, wenn sie nichts dagegen tun. Damit sie teilnehmen können, brauchen sie eine Empfehlung von einer Ärztin oder einem Arzt. Mehr darüber steht im Suchtmittelgesetz. Die Jugendlichen, die Drogen zum ersten Mal probieren, sind durchschnittlich zwischen zwölf und 14 Jahren alt. Die Jugendlichen, die regelmäßig Drogen nehmen, sind durchschnittlich zwischen 15 und 18 Jahren alt. Die meisten nehmen regelmäßig psychoaktive Suchtmittel. Psychoaktiv heißt, dass diese Suchtmittel den Geist oder das Bewusstsein verändern. Sie werden von Menschen betreut, die sich sehr gut mit Sucht auskennen. Diese Menschen haben viel Erfahrung in der Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Sie arbeiten mit Einzelpersonen und Gruppen.

Use it

 

Use it betreut und unterstützt suchtkranke Menschen

Für dieses Programm arbeitet NEUSTART Kärnten mit Drogenambulanzen, Ärztinnen und Ärzten zusammen. Gemeinsam helfen sie Menschen, die eine Suchtkrankheit haben. Diese Menschen müssen damit einverstanden sein, an Use it teilzunehmen. Auch schwangere Frauen, die süchtig sind, werden begleitet und betreut. Für die Gesundheit von Mutter und Kind ist es ganz wichtig, dass alle Einrichtungen, mit denen die schwangere Frau zu tun hat, miteinander in Kontakt sind.

 

Das sind die Ziele von Use it

Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter von NEUSTART Kärnten unterstützen süchtige Menschen. Sie helfen ihnen dabei, ihre Wohn- und Arbeits-Situation in den Griff zu bekommen. Sie kümmern sich darum, dass sie regelmäßig zu Ärztinnen oder Ärzten gehen. Die soziale und gesundheitliche Situation der Menschen wird besser. Ihr Leben wird stabiler.

 

Use it wird gemeinsam mit Drogenambulanzen beziehungsweise Ärztinnen und Ärzten umgesetzt. Es ist eine gesundheitsbezogene Maßnahme. Was das ist, steht im Suchtmittelgesetz.

Grenzwert

 

Grenzwert unterstützt Jugendliche, die zu viel Alkohol trinken

Dieses Programm ist für Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren, die Erfahrungen mit zu viel Alkohol haben.

 

Das sind die Ziele von Grenzwert

  • Jugendliche und Eltern bekommen schnell Hilfe.
  • Die Jugendlichen bekommen Informationen über Alkohol.
  • Die Jugendlichen lernen, dass ihr Verhalten gefährlich ist.
  • Die Jugendlichen erkennen, wo ihre Grenzen sind.
  • Die Jugendlichen lernen, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.
  • Die Jugendlichen lernen einen vernünftigen Umgang mit Alkohol.
  • Wenn nötig, bekommen sie weitere Unterstützung.

 

Das passiert bei Grenzwert

Bei Grenzwert bekommen Jugendliche sechs Mal eine Einzelbetreuung. Das dauert immer eine Stunde. Wenn nötig, gibt es auch eine Beratungs-Stunde für die Eltern. Den ersten Termin macht man sich telefonisch aus. Grenzwert ist gratis. Alle Gespräche sind vertraulich. Das heißt, niemand erfährt, worüber in den Stunden geredet wurde.

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